Ekel Alfred
Als der Begriff "Kult" noch gar nicht erfunden war, startete der WDR im Januar 73 die Serie "Ein Herz und eine Seele". Aus dem Protagonisten Alfred Tetzlaff wurde bald umgangsprrachlich "Ekel Alfred" und der ist heute einfach Kult.
Im März und April d.Js. gibt es ein Wiedersehen mit der berühmten Familie mit dem berüchtigem "Ekel Alfred".



Mächtige Lüste
Die täglichen großen und kleinen Freuden im Alltag nehmen die beiden Akteure vom Kabarett "Die Zweibeiner" auf das Korn. Das sind Anja Schöler und Christoph Schmidtke.
Scala-Varieté, Fritzlar



Warten auf Godot
Von Samuel Beckett
In Becketts wohl berühmtesten Stück warten zwei Männer auf den ominösen Godot, von dem sie aber nicht wiessen, wann er kommmt, wer er ist oder ob er überhaupt kommt - eine tragische und zugleich komische Parabel über das Warten, das Hoffen und die Absurditäten des Alltags in der Moderne.



Wenzel
Wenzel für Anfänger: Sie sind an Wenzel, dem Konstantin Wecker des Ostens, interessiert? Dann herzlich willkommen, das ist ein wichtiger Schritt in Ihrem Leben, denn dann lernt man einen Sänger, Musiker, Autoren, Komponisten und Narren kennen, der sich nicht um Schubladen schert. Ein Poet, der gekonnt mit Sprache und Musik zu jonglieren versteht.Siehe auch Wenzels Homepage.



Wer kocht schießt nicht
Satire von Michael Herl
Unter der bewährten Regie des Teams Knut Schakinnis / Christian Schliehe spielt Marcus Rudolph seine erste Solo-Rolle in der Komödie Kassel.

Zum Inhalt: Dr. Kögel, Gastwirtssohn aus Ostfriesland und begnadeter Hobbykoch, steckt in einer tiefen Lebenskrise. Kein Job, keine Frau, kein Elternhaus – und nun hat ihn das Arbeitsamt auch noch zur Firma Schnell & Lecker geschickt, sich dort vorzustellen.

Ausgerechnet Schnell & Lecker, ein Hersteller von Fast Food und Fertigprodukten! Kögel hat keine Wahl, er muss dorthin. Seine Aufgabe: Er soll einem „ausgewählten Testpublikum“ demonstrieren, wie mühsam und ungesund die herkömmliche Küche ist – und wie bequem, nahrhaft und zeitsparend das alles doch mit den Produkten von Schnell & Lecker zu machen sei.



Wer kocht schießt nicht“ ist ein Muß für Gourmets und für Gourmands, für Hobby- und für Profiköche, für Feinkosthändler und für Feinkostkäufer, für Metzger und für Vegetarier – und für alle mit Sinn für gutes Essen und bösen Humor.



Amoklauf mein Kinderspiel
„Die Gedanken sind frei" – auch wenn die Jugendlichen den Boden unter ihren Füßen verlieren. Auch wenn ihre Eltern mit sich selbst, mit Schnäppchenjagd und TV-Berieselung beschäftigt sind. Auch wenn die Lehrer, die Schule insgesamt als System von Macht und Ohnmacht erlebt wird. Die Gedanken sind frei… 
Dann reifen Pläne, werden Spiele gespielt. Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? Was wäre, wenn man all das, was einen stört, nervt, was man verachtet, zerstören könnten? Sich gewaltsam Luft verschaffen, den Weg frei schießen? Eine Form von Sprache, von Auseinandersetzung finden, die todbringend ihr Gegenüber erreicht?
Gedanken brechen sich Bahn, gewinnen an Dynamik und Kraft, bis Fantasie und Realität nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind.



Creeps
Jugendstück von Lutz Hübner
Castingwahn allerorts! Lutz Hübners meistgespieltes Stück ist seit fast zehn Jahren der Dauerbrenner der jungen Theater in Deutschland. Nun kann man auch in Eisenach dabei sein, wenn Petra, Lilly und Maren mit vollem Einsatz um die ausgeschriebene Stelle als Moderatorin für das neue Lifestyle-Magazin "Creeps" kämpfen. Sie singen, tanzen, interviewen sich gegenseitig.

Angeheizt vom unsichtbaren Regisseur Arno kochen Wut und Emotionen hoch, denn alle Drei haben nur ein Ziel: den Job beim TV. Welches der Mädels künftig "Acht" im Monat verdient, Klamotten frei Haus bekommt und bei Allen Events dabei sein darf, erfährt nur, wer live im hippen Studio (Theater!) vor Ort ist.



Danke Heinz!
Ein Heinz Erhardt Abend mit Martin Lüker
Martin Lüker spricht, liest und singt Heinz Erhardt am Klafünf!
Nicht alle Kabarettisten schreiben Geschichte. Nur wenigen Verstorbenen wird die Ehre zuteil, nachgespielt zu werden. Sie verkörpern Typen und hinterlassen gescheite Texte.
Heinz Erhardt, der 1909 in Riga geborene und 1979 in Hamburg verstorbene Kabarettist, umschrieb und umspielte in den 50er Jahren den kleinen Mann, den Bonsai-Don-Quichotte im Kampf mit den Windmühlen des Alltags. Erhardt bleibt unvergesslich. Und noch immer ist er laut einer Umfrage des Magazins "Focus" der Komödiant, der die Deutschen am meisten zum Lachen bringt.
In tiefer Verehrung präsentiert Martin Lüker virtuos "heinzigartige" Texte, die besten Gedichte und Sketche, die verrücktesten Pointen und Gags.



Heart Stuff
mit internationalen Artisten und Hieronymus,
dem humoristischen Magier
Der Sinn für Humor gehört zur emotionalen Grundausstattung eines jeden Mitteleuropäers - der Sinn für preußischen Drill nicht unbedingt. Hieronymus zeigt, wie einer aus beiden ganze Weltbilder verschieben kann. Mit einer Magie des lockeren Humors entsteht eine neue Weltordnung der Zauberei.

Die Originalität liegt vor allem in der unverwechselbaren Figur des Zaubers, welcher mit seiner hölzernen, preußisch-schroffen Art so ganz und gar nicht dem Klischee des eieganten Magiers entspricht und von dessen köstlich-skurilen Auftritten man gar nicht genug bekommen kann.





Männerhort
Helmut, Eroll und Lars haben sich im Heizungskeller eines Einkaufszentrums einen Rückzugsraum eingerichtet. Dorthin verschwinden sie immer samstags, kurz vor Ende des Einkaufsbummels, auf der Flucht vor ihren einkaufslustigen Frauen. Neben Dosenbier, Fernsehen und dem Fachsimpeln über technisches Gerät bestimmen lediglich Frauen auf Hochglanzpapier ihre Idylle. Diese wird empfindlich gestört, als der vermeintliche Brandschutzexperte Mario ihren Hort der Männlichkeit entdeckt und droht, sie zu verraten.



Lottoglück
Volksstück von Sabine Thiester
Ein typischer Familiensamstag. Das Ehepaar Gerda und Rudi Mustermann empfängt ihre Tochter Susi und ihren Schwiegersohn Holger zum Grillabend. Der Mathematiklehrer Holger äußert sich wie immer verächtlich über Rudi, der seit Jahren Lotto spielt und rechnet ihm die geringen Gewinnchancen vor. Doch Rudi betrachtet Lottospielen als realistische Chance reich zu werden.

Am nächsten Samstag sitzt Rudi vor dem Fernseher und kann es kaum fassen, dass seine Zahlen gezogen wurden. Er hat im Lotto gewonnen! Von nun an ändert sich einiges im Hause Mustermann. Lange gehegte Träume können endlich in Erfüllung gehen. Holger und Susi, die mittlerweile Nachwuchs erwarten, hoffen auf Rudis finanzielle Unterstützung.

Nach reichlichem Alkoholgenuss lässt Rudi sich zum Versprechen hinreißen, mit dem Kauf eines Hauses das Glück der zukünftigen Eltern vollkommen zu machen. Im nüchternen Zustand will Rudi sich allerdings nicht mehr an sein Versprechen erinnern. Er zieht vor, nicht mehr zu arbeiten und in Zukunft von den Guthabenzinsen seines Gewinnes zu leben. Seiner Frau Gerda gefällt diese Entwicklung überhaupt nicht. Wird Rudi wieder zur Vernunft kommen?



Rache ist süß (The Decorator)
Komödie von Donald Churchill
Eine schrille typische Verwechselungskomödie mit schnellen Dialogen, gegenseitigen Vorwürfen der Akteure und Slapstick-Charakter. Wie so oft geht es um Liebe, vermeintliche eindeutige Situationen, die man nicht erklären kann. So auch in der Komödie von Donald Churchill, übersetzt von Ursula Lyn.

In den Rollen debütieren Inga Bruderek, Marina Krauser und Thomas Blumenthal.





Herbert Knebels Affentheater
Was damals, vor 15 Jahren, als Flirt begann, eine Sache für eine Nacht, damals inne Zeche Carl in Essen Altenessen, gipfelt nun in einem Jubiläumsprogramm.

Nach acht Bühnenstücken ist es nun an der Zeit, das Beste von Herbert Knebels Affentheater noch mal auf die Bühne zu bringen. So werden die Künstler ihr Publikum mit auf eine Reise zu einem bunten Strauß voll oller Kamellen nehmen, über die man gut und gerne auch ein zweites Mal lachen kann.



Arnulf Rating "Alles prima" - das neue Programm
Unter der Fülle der Reformvorschläge zur Revolutuionierung des Arbeitsmarktes ragt einer besonders heraus: die Ich-AG. Das bedeutet, Chef und Arbeitnehmer zugleich sein. Und zwar in der eigenen Firma. Kann das gut gehen? Arnulf Rating weiß, wie so was funktioniert, er arbeitet schließlich in so einer Firma, praktisch seit seiner Geburt. Der Bericht von der Aktionärsversammlung seiner Ich-AG: alles prima, bestes Rating. Doch es gibt ernste Probleme, die Lage auf dem Weltmarkt ist schwierig, die Personalkosten zu hoch.

Andererseits würde jede Entlassung die Firma vor erhebliche Probleme stellen. Trotzdem versucht Rating mit seiner Ich-AG an die Börse zu gehen. Und zwar an Ihre. Sie können Anteile erwerben und damit an der Gewinnausschüttung teilhaben. Was die Zuhörer mitnehmen können, sind wertvolle Anlagetipps und Lustgewinn.





Fabian Lau
"Ich bremse auch für Künstler"

Fabian Lauf beschäftig sich jetzt also mit einer "Randgruppe", die als solche noch gar nicht so wahrgenommen wurde: die Künstler. Ja, es ist schon ein Kreuz mit den Randgruppen. Er pakct aus und kennt sich aus. Ist schließlich selber einer.

Von hochdotierten Preisen gezeichnet, von der Kritik gnadenlos in den Himmel gehoben, läuft er immer noch rot an, wenn er nach seinem Beruf gefragt wird. Fabian Lau gehört mit seinen Geschichten und Liedern fraglos zur ersten Liga der deutschen Unterhaltungskünstler. Gewann mit seinem Partner Carsten Hormes den Kunstpreis 2001 der Stadt Vellmar - ist daher also kein Unbekannter.





Ich will Spaß! Oder: Wo bitte ist die Fernbedienung?
80er Jahre Revue von Dirk Böhling
Sven Wöhlermann ist in heller Aufregung. Er soll die Moderation einer Fernsehsendung übernehmen. Als er sich Anregungen aus den laufenden Fernsehprogrammen holen will, muss er zu seinem Entsetzen feststellen, dass die Fernbedienung verschwunden ist. Mit Unterstützung seiner Eltern Gisela und Erwin sowie seiner Schwester Petra lassen die Wöhlermänner die 80er Jahre, das Jahrzehnt der Popper und Punks, des Zauberwürfels und Walkmans, der Karottenjeans und Netzhemden, wieder aufleben. mit Tipps und Tricks unterstützt der smarte Fernsehmoderator Ingolf Lack die Bemühungen der Familie Wöhlermann.

Dekadent und langweilig, schrill und aufmüpfig, zwischen kaltem Krieg und "Atomkraft - Nein Danke!" präsentieren sie uns die Ereignisse der 80er Jahre, die so vielschichtig und markenbewusst sind wie das Jahrzehnt selbst.
Die Wöhlermanns erinnern uns mit Fönfrisuren und Schulterpolstern an die ersten Computer, an New Wave, no Future, die Schwarzwaldklinik, Dallas und mehr.

Das Team der Komödie spielt jedenfalls begeisternd, der leicht, unterhaltsam dargebotene Stoff bietet sich für eine solche Bühne fabelhaft an. HR-3 Moderator Marcus Rudolph macht seinen Part wie seine Mitstreiter/innen super. Das Publikum ging bei der Premiere begeistert mit und dankte mit donnerndem Applaus. Wie singt Petra (Frauke Büscher) in dem Song von Nena gekonnt: "Neue Männer braucht das Land". Die braucht es auch und solche Theaterstücke ebenfalls.





David Leukert
"Ich und Du und Wir"

Leukert geistert in seinem neusten Programm als Neuzeitnomade zwischen Telefon und Traualtar, zwischen Kneipe und Krabbelgruppe durch unsere beziehungsreiche Zeit. Und es gibt viel zu bestaunen: etwa die neuen Männer. Die sind offenbar zu neuen Vätern mutiert.

Boris Becker macht es vor. Der Kaiser auch. Vater-Sein erscheint ihnen wichtiger als Mann-Sein. Leukert nimmt sich alle zur Brust. Kinder, Eltern, die Eltern der Eltern, Promis, die Kleindarsteller des alltäglichen Lebens und nicht zuletzt sich selbst.
Leukert ist gern gesehener Gast in vielen Comedy-Sendungen, zu sehen also etwa im Quatsch Comedy Club, in 7 Tage - 7 Köpfe oder der Harald Schmidt Show.
Die Süddeutsche meint etwa: Wenig Komikern gelingt die Gratwanderung zwischen Klamauk und Substanz, zwischen Herrenwitz und schwarzem Humor, zwischen Persönlichem und Allgemeinem so gut wie David Leukert.


 

Sisters Action
Die Premiere gab es am 9.12.2005, jetzt wieder eine fulminante Wiederholung mit viel Musik nach dem Film "Sister Act" mit Whoopi Goldberg.

Doreen Lafajette, Sängerin im Spielclub "Last Penny" beobachtet zufällig, wie ihr Freund, der Mafioso Franco Bancarotta einen Mann erschießt. Leider mag Franco keine Zeugen. Loreen wird daraufhin vorsorglich in einem Kloster versteckt. Das bringt Verwicklungen in jeder Hinsicht mit sich.
Bühnenfassung: Michael Fajgel
Musikalische Leitung: Roland Oumard
Im TIC Kassel, Akazienweg 24




Frauen denken anders
Matthias Machwerk mischt die Karten im Spiel "Männer und Frauen" immer wieder auf das Neue. Wie erobere ich Frauen? Eine seiner beliebten Fragestellungen, das Publikum hört aufmerksam zu. Vielleicht gibt er gute Ratschläge? Wie auch immer, aus seiner Erfahrung oder dem Hörensagen ergeben sich sehr komische Ideen und Überlegungen.
Scala-Varieté, Fritzlar



Die deutschen Kleinstädter
Lustspiel von August von Kotzebue
Es ist ein Klassiker im Genre Schauspiel und eine Parabel auf die Kleinkariertheit und Spießigkeit vieler Mitmenschen. Anlass u.a.: Der Ort Krähwinkel hat das Recht auf Gerichtsbarkeit erhalten und will eine Diebin zur Schaustellung am Pranger verurteilen. Ein Ereignis, dem die Bürger entgegenfiebern. Aber das ist noch nicht alles, es wird verzwickter, gut gespielt vom Wehlheider Hoftheater.
Scala-Varieté, Fritzlar



17. Melsunger Kabarett-Wettbewerb 2011
"Scharfe Barte"

Es waren wieder unterhaltsame Abende, die nicht nur das alte Gebäude der Kulturfabrik mit Leben erfüllte. Die Melsunger Kabarett-Tage hielten wieder, was diese nette Tradition seit 17 Jahren verspricht, nämlich die kleinen und großen Ungereimtheiten des Alltags unter dem besonderen humorigen Blickwinkel zu stellen, für den Kabarettisten nun besonders bekannt sind.

Die Siegerin Mia Pittroff aus Franken ("Apollinaris kann man da nicht aussprechen") ging aus dem Rennen hervor. Gefolgt von Tilman Lucke und Ösgür Cebe.








Emilys Hochzeit
Ein Desaster mit Musik
Das intime Musical-Theater TIC in Kassel hat immer eine glückliche Hand, wenn es um zugkräftige Stücke geht. Im ehemaligen Gemeindehaus drehte sich vordem alles um das Seelenheil und innere Erbauung der Mitglieder und Gläubigen. Jetzt sorgen fulminante musikalische Theaterstücke für die gute Laune, den inneren Frieden mit den eigenen Ansprüchen und dem Rest der Gesellschaft oder einfache Ablenkung vom Alltag. Das gelingt den Theatermachern um Michael Faigel zumeist problemlos.

Ab 15. Oktober ist Start mit Emilys Hochzeit, ein Desater mit Musik. Beginn 19.30 im TIC. Mehr wollen die Theaterleute bisher nicht verraten. Bis dahin läuft das Programm "The Bruhns Brothers" - eine Hommage an die legendären Blues Brothers.



Das Schweigen des Lammert
Die Distel - Politik-Posse
Labern, labern, labern. Und Lammert leitet das Gelaber - als Häuptling im Bundestag. Die Wut wächst! Drei Leute vom Land hauen mit der Faust auf den Tisch: Auf in die Hauptstadt! Hacki, Dieter und Werner werfen den Trecker an und brettern nach Berlin!
Mit Merkel - dieser Tu-nix-Kanzlerin - Klartext reden! Dem Lammert die Leviten lesen. Dieses regierungsamtliche Gewurstel!
Einst hatten die noch Mannschaftsgeist. Einst wurden Chaos und Unrecht noch bekämpft, heute werden sie nur noch verwaltet. Regieren? Nein - reines Reagieren! Ungedeckte politische Leerverkäufe. Staatskunst ist nur noch Staatsgunst - für die da oben. Die da unten gehen leer aus.
Doch der Weg bis in die großstädtischen Amtsstuben wird zum verwirrend verzwickten Labyrinth. Für die putzmunteren Provinzler entpuppt sich das Planspiel als pannenreich-poltrige Puzzeltour. Geht ihnen prompt die Puste aus? Endet der Protest gar als popelige Posse? Heikel-kantiges Kabarett mit tagesfrischen Stich-Proben einer entpolitisierten Politik.
Bürgerhaus Hessisch-Lichtenau, 23.11., 20 Uhr



Bettina von Arnim - Goethe, Hör' mich an!
Texte aus Goethes Briefwechsel mit einem Kinde
"Prost Mahlzeit!" war der lapidare Kommentar von Mutter Goethe, was die Verehrung ihres Sohnes durch Bettina (geb. Brentano) anging. Schon in jungen Jahren verfasste Bettina schwärmerische Briefe an den Dichterfürsten - und bekam Antwort.
Die Schauspielering Susanne Schäfer lässt die verquere Liebesgeschichte zwischen der lebenstollen "Muse" zu ihrem literarischen "Gott" neu aufleben.
Schauspielhaus Kassel.



Michael Sens
Kabarett trifft Klassik - mit Michael Sens. Er, Meister der Pointen-Verkostung, wunderbarer Bass-Bariton, unverbesserlich wie fast alle Musikkabarettisten, weiß sein Publikum mit Geige und Klavier zu überzeugen. Und mit der Stimme in vollem Klangvolumen und echt meisterhafter pantomistischer Umsetzung. Andrjé Rieu hat er im Blut, am Kinn oder in der Hosentasche. Wenn er den geigenden Holländer karikiert, übertrifft er ihn auf seinem Instrument bei weitem. Siehe auch Infos seiner Homepage.



Leipziger Pfeffermühle
Periodisch zieht es die Kröten aus den Hochsicherheits-Katakomen der Banken über die Spielwiese der freien Marktwirtschaft. Und flugs weiter in die seichten Gewässer der sumpfigen Börse. Im Prinzip ein Platz für mögliche Vermehrung, aber Achtung, kein einfaches Unternehmen, denn es drohen tierische Gefahren! Und wenn, sind die Kröten schnell futsch, einfach so, platt gemacht, auf Deutsch gesagt. Da tauchen viele Fragen auf, die im Programm der Pfeffermühle eine Antwort finden. Das beliebte Kabarett aus Leipzig ist wieder unterwegs, gleicht mit zwei Programmen. Das eine "Krötenwanderung", das andere "Frust oder Keule". Näheres findet sich auf der Webseite der Leipziger.



Simone Solga
"Hurra, ich komme", heißt eine beliebte Radio-Parodie der Kanzlerin, nebst wichtigen Personen in ihrem Umfeld. Was die oberste Chefin der Deutschen derzeit wirklich umtreibt, scheint aber dem normalen Bürger schwer vermittelbar zu sein oder sich ganz dem Verstand zu entziehen. Denn ein Problem löst das andere ab, nahtlos, möchte man sagen. Konkret kann man da offenbar nur mit bissigem Humor weiter- und vorankommen. Am besten man befragt die Kanzlerin-Souffleuse Simone Solga und schaut in ihr aktuelles Programm "Bei Merkels unterm Sofa". Sie müsste es ja wissen, wer sonst? Unter simonesolga.de finden sich ihre aktuellen Tourdaten.



Hossa
Wiederaufnahme ab 03.03.2010
Als bei Familie Wöhlermann der Fernseher streikt, sind sie zunächst ratlos, wie man den Abend verbringen soll. Kurioserweise erscheint plötzlich ein Nachrichtensprecher auf dem Bildschirm und rät ihnen, ihr Programm doch selbst zu gestalten. Mit Begeisterung lassen die Familienmitglieder nun die Fernsehwelt der 70er Jahre aufleben, wobei sich Werbung, Nachrichten und Schlager mischen.
Komödie, Kassel



Jekyll & Heidi
Ein "Grusical"
London, 1892: Der schusselige Wissenschaftler Siggerson Jekyll arbeitet an einer Maschine, welche die guten Seiten des Menschen zum Vorschein bringen soll. Sein Vorhaben scheint zu gelingen, denn in einem Selbstversuch verwandelt sich Jekyll in den souveränen, charmanten Siggi.
 
Lord Schraubstock, sein Gönner, ist begeistert. Er will den Großindustriellen MacMurphy davon überzeugen, mit der Maschine in Serie zu gehen. Doch dann geht es Schlag auf Schlag: Heidemarie, Jekyll`s kratzbürstige Haushälterin gerät zufälligerweise in die Maschine und verwandelt sich in die nervige Stimmungskanone Heidi. Aus Siggi wird wieder Jekyll und kurz darauf verschwindet der Lord spurlos. Als dann auch noch der trottelige Inspektor Archibald Dibbley von Scotland Yard die Ermittlungen aufnimmt, ist das Chaos nicht mehr aufzuhalten...Bild: In der Rolle der Heidi Kathrin Roppel (links), als Lord Schraubstock Herwig Lucas (Mitte) sowie Michael Fajgel (rechts) in der Rolle des Siggerson Jekyll). - Vorstellungen im TIC, Kassel.




Die 39 Stufen 
Kriminalkomödie von John Buchan und Alfred Hitchcock
Bühnenbearbeitung von Patrick Barlow, Originalkonzept von Simon Corble und Nobby Dimon, Deutsch von Bernd Weitmar
In einer Londoner West End-Show, wo »Mister Memory«, ein Mann mit unglaublichem Gedächtnis, die Leute unterhält, lernt der Junggeselle Richard Hannay Annabella Schmidt kennen. Da sie offensichtlich von zwei Männern verfolgt wird und seine Hilfe benötigt, gibt sie sich ihm als Spionin zu erkennen, die auf der Suche nach einem Geheimagenten ist, der vertrauliche Informationen außer Landes bringen will. Viel weiß sie über den Gesuchten nicht, doch spielen mysteriöse »39 Stufen« eine bedeutsame Rolle.





Sekretärinnen
Was macht eine richtige Sekretärin aus? Sie, die in aller Ruhe Ihre Privatgespräche führen, während Sie sich in der Warteschleife ärgern. Sie, die ihre sauber manikürten Fingernägel vor Aktenreitern und Kopierer schützen müssen. Sie, die sich nichts sehnlicher wünschen, als hinter die Tür des Chefs zu schauen. Und doch sind sie Mutterersatz, die gute Seele eines jeden Büros und können ihrem Chef jeden Wunsch von den Augen ablesen.

Aber, was sind die verborgenen Laster, die heimlichen Leidenschaften, Sehnsüchte und Träume einer Sekretärin? Mit ein wenig Nostalgie, einem Hauch Sex-Appeal und jeder Menge Augenzwinkern dreht sich bei den Sekretärinnen alles um das Leben und die Liebe im Büro, zwischen Kaffeepause und dem üblichen Ärger mit den Kerlen.




Elvis-Heartbreak Hotel
Das Rock'n Roll-Musical
Unter diesem Titel läuft eines der erfolgreichsten Stücke des Bühnenautors und Regisseurs Michael Fajgel im Kasseler TIC (Theater im Centrum, Akazienweg 24, Kassel). Ein kleines Theater sucht für eine Vorstellung einen Schauspieler und Sänger, der die Elvis-Rolle übernehmen könnte. Einige stellen sich vor, und das bringt irre, witzige Dialoge. Situationskomik kontrastiert mit den Hits des legendären Sängers, die um die ganze Welt gingen. Eine Show, die jedesmal das Publikum begeistert.



Papanoia
"Die Leiden der jungen Väter"
Fans von Faberhaft Guth wissen, dass die beiden Comedy-Stars aus dem Mittelhessischen mit Zugaben etwas geizen, aber dafür packen sie in ihr Programm alles rein, frei nach dem Motto: "lieber zuviel als zuwenig". Das neue orientiert sich am Schwerpunkt der relativ "jungen Vaterschaft" und der stressigen wie anspruchsvollen Aufgabe, Kinder aufzuziehen.

Das spricht natürlich aktuelle Väter und Mütter jeglichen Alters gleich an oder auch nicht. Für den letzteren Fall haben Faberhaft Guth gleich so an die zwanzig andere Themen mit eingepackt. Von der Rechtschreibreform kann es dann nahtlos zur Aussprachereform gehen. Da kalauern Dietrich Faber und Martin Guth, was das Zeug hält.

Beide verstehen schrill aber auch poetisch zu faszinieren. In Topform agieren die jungen Leute auf höchstem Niveau, kein Wunder, dass sie seit ihren ersten Auftritten vor Publikum inzwischen zahlreiche Kabarettpreise eingesammelt haben. Und wenn Dietrich Guth, das ist der mit der Denkerstirn und dem genialen Gespür für Parodien, musikalisch loslegt, wird es heftig. So gesehen und gehört im Bürgersaal Hessisch-Lichtenau.



Der Mann von La Mancha
Solo-Theater mit Philippe Huguet
Genau 400 Jahre ist es her, dass Miguel Cerv antes seinen Roman „Don Quijote" über den Ritter von der traurigen Gestalt verfasste. Als Meisterwerk der Weltliteratur erfuhr es vielfältige Bearbeitungen, die sich in unterschiedlichen Genres mit dem Stoff auseinandersetzten.

Die Kraft der Illusion ist an diesem Abend „Thema" von Philippe Huguets Interpretation des Mich Leighs Musicals „Der Mann von La Mancha". Dabei schlüpft der Regisseur, Musiker und Schauspieler Huguet in diesem Ein-Mann-Theater ohne Requisiten in alle Rollen. Mit Schnelligkeit und Wortwitz wechsel er die Figuren, die er mit einfachen Gesten und eigenem Tonfall charakterisiert...





Johann Köhnich
"Ohne Proben nach oben"
Er ist der Poet unter den Comedians, der Meister des ausschweifenden Minimalismus. Allein und verloren, scheinbar entrückt und teilnahmslos und doch immer wieder selbst amüsiert über die eigenen Gedanken, steht Johann Köhnich da und erzählt.

Das reicht. Sein Vortrag, lakonisch und zart, seine Geschichten scheinbar sinnentleert, doch stets von der Logik diktiert, machen ihn - fast ungewollt - zu einem Witzeschmied erster Ordnung.





Womedy
Ihr Name ist Programm und sie sind das Verrückteste, was die Hauptstadt derzeit an purer Weiblichkeit zu bieten hat. Längst gilt das Entertainment-Ensemble in Berlin als Kult. Sie singen, was das Zeug hält, mal laut, mal leise, mal sanft, mal gewaltig.

Eigene Texte und Melodien wechseln sich ab mit pointiert verwandeltem Bekannten. Und nun holt der Berliner Diseusengipfel auch zum Rundumschlag mit hohem Unterhaltungsanspruch in Nordhessen aus. Kurzweilig und abwechslungsreich widmen sie sich Dingen, die sonst nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt werden.



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