Zulauf für die Piratenpartei
Der Wähler reibt sich verwundert die Augen. Eine Partei mit dem ungewöhnlichen Namen "Piratenpartei" ist angetreten. So abgefahren der Name klingt, so einprägsam scheint er. Anders als sein und auffallen aus der Reihe der anderen, über die der Wähler in den letzten Jahren nicht sehr begeistert war, ist das Credo. Und laut Umfragen findet diese Partei eine Menge an Sympathie, fast 12 Prozent würden ihr im Falle einer Wahl die Stimme geben. Vielleicht auch aus Protest, sozusagen eine "Protest-Reaktion"?







Bionade-Anteile verkauft
Die Produkte machen sich gut, sehen stylisch aus, trotz alternativem Anspruch "bio zu sein". Aus kleinsten Anfängen haben die Brüder Stephan und Peter Kowalsky das Produkt entwickelt und zunächst die regionale, dann die überregionale Vermarktung begonnen. Es wurde viel getestet, vieles probiert. Vor dem Hintergrund weiter fallenden Bier-Absätzen.

Die rührigen Gründer hatten einen sensationellen Erfolg, blieben trotzdem offenkundig bodenständig und wirken nett und symphatisch. Durften auch mal im Unternehmen B. Braun Melsungen AG einen Vortrag halten. Die Braunianer staunten aber später nicht schlecht, als die Kowalsky-Brüder einen großen Teil der Firmenanteile kurze Zeit später verkauften. Das Angebot muss wohl recht verlockend gewesen sein.

Inzwischen ist auch der letzte Teil der Anteile an die Radeberger Gruppe verkauft worden. Der Produktionsstandort in der Rhön soll allerdings erhalten werden. Immerhin arbeiten dort inzwischen an die 150 Mitarbeiter.



VW Baunatal auf Erfolgskurs
Die Getriebefertigung des Baunataler VW-Werkes kommt kaum mit der Nachfrage nach. Der Absatz für die innovative Getriebetechnologie hat spürbar angezogen. Grund für die Ankündigung von 500 zu schaffenden neuen festen Personalstellen.

Mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro will der Autobauer ebenfalls in Baunatal ein neues Logistik-Zentru bauen. Grund sind strategische Überlegungen, um Nachschub und Materialfluss weiter optimieren zu können.




Fotografie, Luftaufnahmen



Universität Kassel erweitert
Kassel. Drei Gebäude, die die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) bislang in Kassel unterhielt, hat die Universität Kassel am Mittwoch mit Unterschrift unter den notariellen Kaufvertrag erworben. Die Universität Kassel erwirbt die drei Gebäude für rund 1,5 Mio. Euro. Die offizielle Übergabe findet am 1. Dezember statt. Die Gebäude in der Wilhelmshöher Allee 47/ Ecke Sophienstraße und Pfannkuchstraße 1 wurden frei, nachdem die KVH mit Hauptsitz in Frankfurt/M. im Zuge eines Konzentrationsprozesses mehrere Filialen geschlossen hat, darunter die in Kassel. Im Gebäude Wilhelmshöher Allee 67 verbleibt die Arztnotrufzentrale als Hauptmieter.

Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep: "Ich bin sehr froh darüber, dass die Universität damit für Drittmittelprojekte, Forschungsverbünde und Fachgebiete aus dem IT-Bereich Gebäude in bester Qualität und in nächster Nähe zum Fachbereich Elektrotechnik/ Informatik in der Wilhelmshöher Allee 71/73 (ehem. Ingenieurschule) gefunden hat. Der IT-Forschungsbereich der Universität Kassel ist einer unserer Wachstumsfaktoren".




Fördermittel für Morschen
In Zeiten leerer Kassen erhält die Gemeinde Morschen Zuschüsse von der Landesregierung Hessens. Für den Umzug der Gemeindeverwaltung in das Hofgut Raabe, betreffende Umbaumaßnahmen usw. gibt es Fördermittel. Die Verwaltung will ihren bisherigen Standort aufgeben, um Platz für ein anspruchsvolles Hotelprojekt und Tagungszentrum der Firma B. Braun Melsungen AG auf dem Gelände des ehemaligen Klosters Haydau zu schaffen.

Ebenfalls hat die B.Braun AG das alte Gebäude des Morschener Bahnhofs gekauft. Hier werden nach einem Umbau im Inneren neue Büroräume entstehen. Die Außenfassade bleibt wegen dem Denkmalschutz erhalten.



Solartechnik in Entwicklungsländern
Uni Kassel Summer School

Kassel. Mithilfe der Sonne Felder bewässern, Lebensmittel verarbeiten sowie Arbeitsplätze schaffen - Solartechnik in Entwicklungsländern ist Thema der Summer School "Applied Solar Technology in Developing Countries". Sie findet vom 31. Mai bis 8. Juni auf dem Versuchsgelände für Solar- und Bewässerungstechnik in Witzenhausen statt. Organisiert wird das Projekt Fachgebiet Agrartechnik des Fachbereichs Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft (DITSL).



Umbau Hotel Reiss
Derzeit wird eine neue Planung (Architekten Sprengwerk) umgesetzt, die noch nicht so ganz sichtbar wird, weil das ganze Gebäude den Eindruck vermittelt, eine einzige Baustelle zu sein. Entstehen sollen aber knapp 100 Hotelzimmer und sechs Suiten - alles im exklusiven 4-Sterne-Bereich. Bis alles wieder vorzeigbar sein wird, dürfte noch einige Zeit für das frühere Vorzeige-Unternehmen in Kassel vergehen. Gerechnet wird mit der Eröffnung etwa im Sommer kommenden 2011.

Über die wechselvolle Geschichte des Schlosshotels Kassel Wilhelmshöhe (Abb.) könnte man wohl ein Buch schreiben, so umfangreich und wechselhaft wirkt die Historie. Der in Kassel gut bekannte Projektentwickler Jochinger erwarb das Gebäude zuletzt. Es soll modernisiert (Architekten Ohlmeier) und auf einen guten Stand gebracht werden. Die Fertigstellung soll frühestmöglich erfolgen - denn in 2012 ist wieder die documenta in Kassel präsent, was auf gute Belegungszahlen hoffen lassen würde.



Trickbetrüger unterwegs
Als ziemlich raffiniert erwies sich ein Betrüger in Melsungen. Er nutzte die Gutgläubigkeit von zwei Kassiererinnen aus, in dem der sich Geld wechseln ließ. Der Trick: Der als stämmig und dunkelhaarig beschriebene Mann, etwa 45 bis 55 Jahre alt, Ausländer mit starkem Akzent, ließ sich eine Reihe von 10 Euro-Scheinen in größere Scheine wechseln. Dabei nutzte dieser Mensch anscheinend Taschenspielertricks.

Beim Nachzählen des Betrages fehlte dann anfangs ein 10 Euro Schein, offenbar gehörte das bereits zum System dazu. Beim mehrmaligen Nachzählen beiderseits schien es dann so, dass der Betrag stimmte. Nach nochmaligem Nachzählen - der Trickbetrüger hatte sich eilig verabschiedet - stellten die beiden betroffenen Kassierinnen fest, dass Sie betrogen wurden. Jeweils fehlte ein Betrag von über 100 Euro. Durch eine Videokamera wurde das Bild des Mannes bekannt und liegt jetzt der Polizei vor.



B. Braun Melsungen AG
Das neue Jahr 2010 wird für die B. Braun Melsungen AG ein ziemlich bedeutendes werden. Immerhin wird nach Meldungen von Medien intensiv an Plänen für neue Investitionen im In- und Ausland gearbeitet. Die Rede ist von weit über einer Milliarde Euro. Über diese Überlegungen darf sich die Stadt Melsungen freuen, schließlich dürfte das Unternehmen dabei auch kräftig an seinem traditionellen Stammsitz investieren. Das bringt zum einen eine Sicherheit für die bestehenden Arbeitsplätze und evtl. auch zusätzliche, wichtig für die Kaufkraft in der Region.

Nach neuen Geldausgaben sind allerdings in der Regel die steuerlichen Abschreibungssätze groß, und dieser Umstand dürfte dann für eine gewissen Zeit den Gewerbesteuerertrag für die Fuldastadt etwas länger mindern.




Graduiertenzentrum für Umweltforschung
Die Universität Kassel hat ein Graduiertenzentrum für Umweltforschung und -lehre gegründet. Diese bislang in Deutschland einzigartige Einrichtung im Umweltbereich dient dazu, umweltbezogene Masterstudiengänge und Promotionskollegs besser aufeinander abzustimmen und eine Unterstützung bei übergreifenden Aufgaben zu übernehmen.

Damit sollen elf Master-Studiengänge und vier Doktorandenprogramme der Universität Kassel unter dem Dach des Zentrums vernetzt werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat für zwei Jahre eine Anschubfinanzierung für das Zentrum bereitgestellt.



Uni Kassel: Fachbereich
Bauingenieurwesen gründet
Institut für Wasser, Abfall, Umwelt
Von Abfallbehandlung über sauberes Trinkwasser bis hin zu Hochwasserschutz und Wasserkraft: mit einem breiten Forschungsspektrum geht das Institut für Wasser, Abfall, Umwelt (IWAU) an den Start. Das neue
Institut des UNIK-Fachbereichs Bauingenieurwesen wird am 19. Mai eingeweiht. Getragen wird es von den Fachgebieten Abfalltechnik, Siedlungswasserwirt-schaft sowie Wasserbau und Wasserwirtschaft.

Themenschwerpunkte des IWAU sind sauberes Trinkwasser weltweit, innovative und kosten-günstige Verfahren, um Abwässer zu reinigen oder die Erzeugung und Nutzung von Biogas, Schutz und Verbesserung der Gewässerqualität, umweltverträglicher Hochwasserschutz, Nutzung der regenerativen Energiequelle Wasser, Lebensraum Fließgewässer. Gewässerentwicklung und Re-naturierung sind ebenso Themen wie Recycling und Wertstoffkreisläufe, thermische Verwertung von Abfällen oder Minimierung der Abfalltransporte.



Uni Kassel bietet gemeinsames
"China-Qualifikationsprogramm" für nordhessische Betriebe und Studierende
Eine gezielte Erweiterung ihres China-Qualifikationsprogramms bietet das Sprachenzentrum der Universität Kassel in diesem Wintersemester. Mitarbeiter nordhessischer Betriebe können gemeinsam mit Studierenden die Sprache erlernen und die zehn interkulturellen Workshops besuchen. "Durch diesen gemeinsamen Lernkontext sollen sich intensive Kontakte zwischen Studierenden insbesondere der Technik- und Wirtschaftswissenschaften und solchen Personen realisieren, die ganz konkrete Erfahrungen mit dem chinesischen Wirtschaftsraum mitbringen", sagt der Leiter des Programms, Dr. Dirk Stederoth.

Das neue Angebot ist Resultat einer Kooperation des Sprachenzentrums mit der Industrie- und Handelskammer Kassel, die gemeinsam den Bedarf nach China-Kenntnissen in nordhessischen Betrieben erhoben haben. So profitieren nicht nur Betriebe, die in geschäftlichen Beziehungen mit China stehen, von einem bewährten Angebot der Universität, sondern mit der intensiven Anbindung des Studiums an den konkreten Erfahrungsraum der einzelnen Berufsfelder ebenso die Studierenden.

Die Grundstruktur des erprobten Programms bleibt bestehen, insofern es neben einem qualifizierten UNIcert®-Sprachkurs Chinesisch eine Reihe von 10 interkulturellen Workshops beinhal-tet, die neben kulturellen und politischen Themenfeldern nun insbesondere auch ökonomische Fragestellungen einbeziehen. Durch diese Integration von Sprachkurs und landeskundlicher Workshopreihe werden die Absolventen optimal auf ein professionelles Agieren in geschäftlichen Beziehungen mit chinesischen Partnern vorbereitet, das gerade im chinesischen Raum eine Verbindung von Sprachfähigkeit mit einschlägigen kulturellen und kommunikativen Kompetenzen fordert. Neben einem qualifizierten Zertifikat erhalten die Absolvent/innen die Möglichkeit, sich bei erfolgreichem Abschluss um eines
der zwei Hübner-Stipendien zu bewerben, die einen voll-finanzierten, halbjährigen Studienaufenthalt in China beinhalten. Anmeldefrist läuft bis 27.10.2005. Anmeldung und weitere Informationen unter:
www.uni-kassel.de/sprz/china/.



www.axcente.de





Hartmut Spogat neuer Bürgermeister
Mit etwas Wehmut verlässt der alte Bürgermeister seinen Posten als Rathauschef von Fritzlar. Karl-Wilhelm Lange hatte das Amt seit 18 Jahren inne. Aus seiner Sicht hat die Kaiser- u. Domstadt sich wirtschaftlich ständig im Schnittpunkt von Schwalmstadt, Homberg, Baunatal und Kassel zu behaupten. Das sei in der Vergangenheit aber im Großen und Ganzen gelungen.

Der neue, Hartmut Spogat, will mit seiner Erfahrung punkten. Schließlich war er, so sagt dieser, lange Jahre in verschiedenen kommunalen Bereichen ehrenamtlich tätig. Daher seien ihm diese Gebiete allesamt bekannt - hilfreich bei seiner neuen Rolle als Bürgermeister.
(Links im Bild: Hartmut Spogat, rechts: Karl-Wilhelm Lange)



documenta 13
Die Vorbereitungen laufen. Vor dem Fridericianum parkt der eine oder andere Transporter, in der Karlsaue findet sich ein Ensemble, das schon neugierig macht und interessierte Blicke einfängt. An ungewöhnliche Objekte ist man in Kassel seit langem gewöhnt. Seien es die 7.000 Eichen vorn Beuys, seine Honig- und Filzaktionen. Oder zuletzt die Aktionen von dem chinesichen Künstler Ai Weiwei.

Vom 8.6. bis 16.9. 2012 wird Kassel also ein magischer Anziehungspunkt für modernes künstlerisches Schaffen sein. Egal, ob man es versteht oder nicht. Die Zeit der Eröffnung rückt näher. Kassel wirbt schon seit langem mit dem Anspruch, eine aufgeschlossene Stadt für Kunst und Kultur zu sein. Selbst auf Bußgeldbescheiden für die Autofahrer fehlt der Hinweis auf die "documenta Stadt Kassel" nicht. Im Verteilen dieser Knöllchen ist das Ordnungsamt schon jetzt bei Tag und Nacht unterwegs. Ob das aber die richtige Werbung für die Stadt ist, bleibt eine offene Frage.




New York meets Frankfurt
Drei Stammzeichner des berühmten Magazins „The New Yorker“ gaben sich am Mittwoch, den 29. Februar 2012 die Ehre: Matthew Diffee, Roz Chast und Jack Ziegler besuchten das caricatura museum frankfurt. Die bedeutenden amerikanischen Cartoonisten wurden von Bernd Fritz und Hans Traxler durch die Dauerausstellung geführt, die im Zuge einer turnusmäßigen Umhängung nun eine neue Auswahl an Werken von Künstler der Neuen Frankfurter Schule – F.W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth, Hans Traxler und F.K. Waechter – bietet. Begrüßt wurden die amerikanischen Satire-Stars auch von ihren deutschen Kollegen Hilke Raddatz, Heribert Lenz, Achim Greser, Stephan Rürup, sowie Pit Knorr, Lionel van der Meulen, Hans Zippert, Oliver Maria Schmitt und Leo Fischer mit der Titanic-Redaktion.



Jugendherberge Melsungen schließt
Über den Fortbestand der Jugendherberge in Melsungen gab es in der Vergangenheit reichlich Spekulationen. Das Gebäude ist vom Komfort her nicht mehr auf dem neuesten Stand, müsste renoviert und umgebaut werden. Das ist in der Vergangenheit nicht geschehen, und so wird der DJH-Standort im Frühjahr 2012 aufgegeben.

Die nächste DJH befindet sich in in Kassel. Sie wurde von einigen Jahren komplett saniert, umgebaut und auf den neuesten Stand gebracht. Rezeption und Cafeteria aus einem Guss, was zum Wohlfühlen der Gäste erheblich beiträgt. Und was für die Besucher weiter zählt, ist das große kulturelle Angebot in der Stadt, die vielfältigen Möglichkeiten für Gruppen und Durchreisende. Dazu kommt eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz mit Bussen und Straßenbahnen.

Vor diesem Hintergrund sollten Pläne für eine Wiedergewinnung einer DJH-Einrichtung, sei es ein Neu- oder Umbau, sehr sorgfältig überlegt werden.



Bundeswehrstandort Rotenburg wird aufgegeben
Jetzt sind die Kürzungen seitens der Bundeswehr öffentlich. Im Rahmen der Umstrukturierung gibt es für die Betroffenen jedenfalls klare Verhältnisse. Konkret wird der Standort in Rotenburg / Fulda geschlossen. Hier gab es in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen, die nun in Frage stehen. Davon abgesehen, gehen Arbeitskräfte und damit Kaufkraft in der Stadt verloren.

In den anderen Standorten sind Personalreduzierungen und einige Änderungen wie Zusammenlegung usw. vorgesehen, komplette Schließungen dagegen nicht.




Frankfurter Buchmesse - ein Erfolg
Mit mehr als 7.500 Ausstellern aus aller Welt zeigte die Buchmesse in Frankfurt wiederum einmal auf, welche Bedeutung diese Veranstaltung über die Jahre gewonnen hat. 3.000 Veranstaltungen und Konferenzen standen bereit, um die Informationen zu bereichern und zu vertiefen.
Sicherlich eine Mammutveranstaltung, die in der Regel ein ganzes Jahr an Vorbereitungszeit verschlingt. Ein gutes Forum, um neue Buchtitel vorzustellen, allerdings etwas kostspielig. Daher tun sich kleine Verlage schwer, da mitzuhalten, selbst wenn einige Titel es inhaltlich wert wären, einem breiten Publikum vorgestellt zu werden.

Wesentlich hat sich auf der Messe nicht viel Neues gezeigt. Ob der Trend zum elektronischen Buch weiter hinführt, muss sich noch herausstellen. Die jetzige und ältere Generation bleiben lieber bei dem gewohnten Buchschema. Der Leser kann ein Lesezeichen oder ein Foto hineinlegen, darin Notizen und Anmerkungen einfügen, er spart Strom, um einiges zu nennen. Der traditionelle Buchhandel mag die elektronischen Titel nicht oder bisher nicht so besonders.



Möbel Dickhaut
Möbel Dickhaut wird es wohl in nächster Zeit nicht geben, das Unternehmen in Homburg / Efze mit einer rund 300jährigen Tradition wird diese möglicherweise in den nächsten Tagen beenden. Die Mitarbeiter sollen die Kündigung erhalten haben, wird der Insolvenzverwalter zitiert. An dem Beispiel wird deutlich, dass die Konzentration im Möbelhandel verstärkt fortschreitet und Spuren hinterlässt.



Günstig mobil sein
Fahren mit Bahn und Auto ist teuer. Günstiger sind manchmal Fahrten mit dem Bus. Eine Reihe von Angeboten finden sich im Internet, zum Beispiel www.deinbus.de. Die Bahn hatte zunächst dagegen geklagt und verloren, vor dem Hintergrund geplanter neuer Gesetze zur Liberalisierung des Fernreiseverkehrs mit dem Bus, zog das Unternehmen allerdings vor, kein Rechtsmittel gegen ein Urteil einzulegen.

Eine interessante Möglichkeit, sich zu Gruppen zusammenzuschließen, um günstigere Preise für Gruppentickets zu ergattern, findet sich unter raumobil.de. Ganz flexibel und bequem funktionieren Fahrgemeinschaften über kürzere und längere Strecken mit dem Auto. Die größte deutsche Seite dürfte mitfahrgelegenheit.de sein. Nach eigenen Angaben finden sich hier rd. 1.700.000 registrierte Nutzer, die mehr oder weniger häufig von den Angeboten Gebrauch machen. Weniger Mitglieder besitzt die mitfahrzentrale.de. Gründe zum Mitmachen: man/frau spart, die Fahrt ist ökologischer und man hat die Chance, nette Leute kennenzulernen. Mit wem man fährt, lässt sich vorher abklären.



Wehrpflicht ausgesetzt
Vor dem Hintergrund des "Kalten Krieges" in früheren Zeiten wurde 1951 zunächst der Bundesgrenzschutz gegründet. Dieser sollte in einer Stärke von rund 10.000 Mann innere Unruhen verhindern und die östliche Grenze, vor allem zur DDR, sichern. Im weiteren Verlauf kam es dann nach vielen Diskussionen im Bundestag 1956 zur militärischen Wiederbewaffnung. Demzufolge wurde die Wehrpflicht zur Grundlage der Einrichtung Bundeswehr.

Darüber werden sich die neuen Freiwilligen, die nach der Aussetzung zum 1.7. d.Js. ihren Dienst bei der BW beginnen wollen, weniger Gedanken machen. Durch viele Auslandseinsätze bei der Bevölkerung unerwünscht.



Flughafen Calden
Es geht rund auf dem Gelände des Flughafen Kassel-Calden. Vorneweg finden große Erdbewegungen statt, um das Gelände in eine Ebene zu bringen, von der später die Maschinen starten und landen können. Um dieses Ziel zu erreichen, sind derzeit täglich etwa 3.000 LKW-Ladungen notwendig, welche die Erde abtragen oder aufschütten sollen.

Die ehrgeizige Planung sieht eine Fertigstellung zum Jahr 2013 vor. Also etwa in zwei Jahren. An Kosten werden über 200 Millionen Euro kalkuliert, und die Planer wie Verantwortliche hoffen dann auf regen Flugverkehr und Akzeptanz des recht teueren Flughafens.



Melsungens erste Stromtankstelle
In Sachen Tanken gibt es ja immer wieder Überraschungen bezüglich der Spritpreise. Da fiel schon die Einweihung einer Stromtankstelle aus dem Rahmen. An der Radko-Stöckl-Schule steht nun das Wunderwerk neuer Technik und wartet auf so manche neue Kunden.

Das könnten viele werden, falls der Preis für Elektroautos drastisch sinken würden. Derzeit mutet wegen dem hohen Anschaffungspreis so ein Kauf recht exotisch an. Die Schüler der Melsunger Berufsschule werden diese innovative Solartankstelle wohl selbst kaum nutzen können. Das kann sich aber (hoffentlich) bald ändern.



Stipendienvergabe
Willingshausen. Die älteste Malerkolonie Europas eröffnet das Kunstjahr 2011 mit der Vergabe zweier Stipendien an Friederike Lorenz und Julia Charlotte Richter. Sie haben jeweils drei Monate Atelier und Wohnung zu Verfügung bei einer monatlich Förderung von 1 000 Euro und können anschließend die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Kunsthalle im Gerhardt-von-Reutern-Haus in Willingshausen ausstellen. Darüber hinaus erhalten sie je einen Betrag von 5 000 Euro, um einen Katalog produzieren können. Getragen werden die Stipendien von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Art Regio, einem Kulturengagement der Sparkassenversicherung, der Gemeinde Willingshausen und dem Schwalm-Eder-Kreis.
 
Friederike Lorenz, 1980 geboren in Rodewisch/Voigtland, studierte bis 2008 Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar und anschließend als Meisterschülerin bei Prof. Urs Lüthi an der Kunsthochschule Kassel. Studienaufenthalte in Vietnam und China, 2003/4, und ein Austauschstudium über den DAAD an der Tokio National University of Fine Arts an Music in Japan, 2006, bereicherten deutlich ihre künstlerische Entwicklung. 2009 erhielt sie das Jahresstipendium des Thüringer Kultusministeriums.




SMA-Academy
Der neue Bau nach einem Konzept eines Kasseler Planungsbüros wurde zum Jahresende fertiggestellt. Er ist klimaneutral und dabei energieautark ausgelegt. Die Solaranlagen wurden in die Fassadenelemente integriert und wirken damit gleichzeitig als abstrakt gestalterisches Element, mit der Wirkung sowohl nach innen als auch nach außen. Wegen dem Hochwasserschutzgebiet wurde der ganze Bau auf Stelzen und Sockel gestellt, um vor möglichen Überschwemmungen sicher zu sein.

Im Gebäude sollen Schulungen und Vorträge für Nutzer und Anwender der SMA Produkte durchgeführt werden, um das notwendige Wissen für Beratung und Installation zu vermitteln.




Wikileaks
Die Internet-Plattform Wikileaks sorgt für weltweites Aufsehen. Ein Schock für die US-Diplomatie und betroffene Personen, vielleicht besser gesagt, ein milder Schock. Mutmaßlich auf Druck der US-Regierung und dubiosen wie unfreundlichen Geheimdiensten wurde die eigentliche Wikileaks.org-Domain seit Freitag vom Netz genommen. Die Adresse in der Schweiz unter wikileaks.ch ist aber nach wie vor erreichbar. Und es sollen sich weitere neue Sympathisanten gefunden haben, die diese Medienseite unterstützen wollen. Die deutsche Domain wikileaks.de war kurzfristig vom Netz, auf Grund massiver Angrife auf den Server, spiegelt aber wieder die Inhalte der originären Seite an einen weiteren Server - Technik pur.

Die Zahl der Sympathisanten scheint recht groß zu sein, ein Teil Schadenfreude über die Enthüllungsdetails steckt mit darin. Wenn selbst betroffen, dürfte die Stimmungslage eine andere sein.



Jugendherberge Melsungen
Keine klare Zukunftsperspektive zeichnet sich für die Jugendherberge Melsungen ab. Die Bewirtschaftung läuft derzeit nicht besonders positiv, bei der Bausubstanz muss nachgebessert werden, Sanierungsbedarf besteht. Vor diesem Hintergrund überlegt die DJH die komplette Schließung des Gebäudes in 2011. Am liebsten wäre dem DJH ein Neubau an einem anderen Standort, den die Stadt Melsungen finanzieren soll. Für die Übernahme von Pacht und Bewirtschaftung würde sich das Jugendherbergswerk bereit erklären. Wegen der geschätzten hohen Bausumme in Höhe von ca. 5 Millionen Euro sucht die Stadt Melsungen nach einer finanziellen Lösung.



Der Abgang
Die Verabschiedung schien Roland Koch relativ leicht gefallen zu sein. Die besondere Leichtigkeit, die ihn in den letzten Wochen seiner Tätigkeit als Hessischer Ministerpräsident umgab, war offensichtlich echt. Die Bürger aus Hessen nahmen seinen Abschied ebenso überrascht wie vermutlich meist erleichtert auf. Vor allem die Opposition. So brilliant wie er als Redner glänzen konnte, war seine Rolle in Sachen Diplomatie auf dem politischen Parket nicht. Aber er zeigte Mut und großen persönlichen Ehrgeiz, sich jetzt auf privatwirtschaftliche Bereiche einzulassen, nach dem Ende der politischen Karriere. Die kommende Niederlage bei den künftigen Wahlen in Hessen zeichnete sich bereits ab, und in Berlin sah er wohl für sich keine Chance mehr.





Braunbären und Wölfe wieder zusammen
Auch eine Wiedervereinigung: Die lange Trennungszeit im Gehege von Bären und Wölfen im Wildpark Knüll - wegen Nachwuchs bei den Tierarten - ist nun endlich wieder aufgehoben, meldet der Tierpark. Nach anfänglichen Reibereien auf beiden Seiten waren die Grenzen rasch abgesteckt. Auch bei den Jungtieren, die sich gegenseitig kennenlernen wollten, gab es außer Drohgebärden keine ernsthaften Konflikte, betont der Leiter des Wildparks Dr. Wolfgang Fröhlich.

Für die drei kleinen Bärenkinder, die inzwischen auch perfekt auf Bäume klettern können, wurden Patenschaften und passende Namen gefunden. Aus einem Namenswettbewerb ergaben sich die Bezeichnungen: Arkas (kleiner Bär), Dakota (Freund) und Luna (Mond).
Das Naturzentrum Wildpark Knüll ist noch bis zum 31.10.2010 täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Vom 01.11. bis zum 17.12. öffnet der Park nur an Wochenenden.





Museumsnacht Kassel
Außer viel Natur in der Umgebung hat Kassel bekanntlich einiges an Kultur zu bieten. Am 4. September startete - in anderen Städten ähnlich - die Museumsnacht Kassel. Und da wurde wieder einmal deutlich, welche Schätze es zu erkunden gilt. Und nicht nur das. Von 17 Uhr bis 1 Uhr nachts am nächsten Morgens wartete ein unglaublich vielfältiges Angebot auf neugieriges Publikum.

Viele aus Stadt und Umland entdeckten z.B. das Naturkundemuseum am Steinweg zum ersten Mal für sich. Sozusagen ein kleines Senckenberg-Museum, bietet es tiefe Einblicke in Natur und Entwicklungsgeschichte, samt Aktionen für Kinder und Jugendliche. Im Astronomisch-Physikalischen Kabinett mit Planetarium in der Karslaue steht ein großes Spektrum an Wissenswertem für die Besucher bereit. Dann wartete natürlich die gut besuchte Kunsthalle Fridericianum auf das Publikum, der Kasseler Kunstverein, die Handwerksform am Scheidmannplatz, das Spohr-Museum u.v.m. - Nicht zu vergessen das neu eröffnete Henschel-Museum in der Wolfhager Str. 109, einem ehemaligen Werksgelände als Teil der sogenannten Henschelei.



Neue Attraktion am Edersee
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg ist bekannt für gepflegten, weithin bekannten Tourismus. Nun ist zu den zahlreichen Attraktionen eine neue hinzugekommen: Der erste Baumkronen-Wanderweg wurde am Edersee eröffnet und bereichert die Möglichkeit für einen touristischen Ausflug in einzigartiger, ungewohnter Baumwipfelhöhe. Der Eintritt ist nicht ganz billig, für Gruppen, Schulklassen usw. gibt es allerdings Sonderpreise.

Die Macher des Projektes sind Christoph Heinz und Stefan Dolzer. Geschätzte Kosten etwa 1,2 Millionen Euro. Der sogenannte Treetopwalk wurde u.a. von HessenForst, dem Naturpark Kellerwald und der Gemeinde Edertal unterstützt.



Immigration
Der Bevölkerungsanteil mit ausländischen Wurzeln steigt ständig. Dachte man zunächst, das könnte eigentlich nur im Sport der Fall sein, wenn Fußball- oder Handballclubs der Elite-Ligen den Ausländeranteil auf 40 oder 50 Prozent der eingesetzten Spieler erhöhen. Weit gefehlt, denn selbst die katholische Kirche setzt zum Beispiel im Dekanat Fritzlar Ausländer als Pfarrer ein - und zwar ebenfalls 50 Prozent. Man versteht sich eben als Weltkirche, heißt es. Städte mit großem Ausländeranteil sind unter anderem Frankfurt am Main und Offenbach mit ca. 30, Dietzenbach mit ca. 40 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund.



Front gegen neue Stromstrasse
Die neue Hochspannungstrasse - vom Unternehmen Transpower geplant - soll u.a. auch durch den Schwalm-Eder-Kreis geführt werden. Das kommt nicht gut an, erste Bürgerinitiativen haben sich bereits gebildet. So ist man in Guxhagen dagegen, dass die Masten mit einer Riesenhöhe von 65 Metern das Landschaftsbild beeinträchtigen. Zudem wird befürchtet, dass zudem gesundheitliche Schäden der Bevölkerung durch die entstehenden starken magnetischen Felder auftreten können.

Da die vorgesehene Trasse an Wollrode, Albshausen, Körle, Röhrenfurt, Malsfeld und Morschen führen soll, befürchten die betroffenen Gemeinde ebenso negative Folgen für Gesundheit und Landschaftsbild. Gefordert wird eine Kabelführung unter der Erde, die allerdings etwas teurer für das Unternehmen sein dürfte.



Streit um 25 Millionen für die EBS
Kassel. Der Vizepräsident der Universität Kassel, Prof. Dr. AlexanderRoßnagel, hat Aussagen widersprochen, es gebe an den staatlichen Hochschulen des Landes keine Ausbildungskapazität für Wirtschaftsjuristen.
Nach einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" hatte die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, den Landeszuschuss von 25 Millionen Euro für die private European Business School unter anderem mit einer entsprechenden Ausbildungslücke begründet.

Die bisherige Juristenausbildung an den staatlichen Universitäten sei "sehr stark auf Berufe in der Rechtspflege ausgerichtet". Dagegen bilde die EBS in ihrer künftigen Law School Juristen mit Wirtschaftssachverstand aus, an denen großer Bedarf auf dem Arbeitsmarkt bestehe.

Roßnagel sagte dazu am Freitag, die Angaben der Ministerin seien nicht nachvollziehbar: "Wir haben diese Ausbildungslücke bereits vor sechs Jahren geschlossen und das ohne 25 Millionen Euro staatlicher Zuschüsse." Seit 2004 bilde die Universität Kassel Wirtschaftsjuristen in einem Bachelor- und einem Masterstudiengang aus. "Diese für die Studierenden und die Wirtschaft gleichermaßen hoch attraktiven Studiengänge gehen von der Annahme aus, dass es heute im Wirtschaftsleben nicht mehr reicht, Juristen in erster Linie für den Richterberuf auszubilden", sagte Roßnagel.



Siegerinnen des AfAK-Wettbewerbs

v.l.n.r.: Katharina Schaub, Julia Rupp, Birgit Picht, Lea Rahmlow, Theresa Wüstefeld

1. Platz für "Kopfkunst"
Das Ergebnis der Lernagenturen 2010 steht fest: Team "KopfKunst" belegt im Wettstreit den 1. Platz. In einem wahren Kopf-an-Kopf-Rennen konnte sich das Team "KopfKunst" im diesjährigen Wettstreit der Lernagenturen den vordersten Platz sichern. Mit ihrem „Kommunikations-Konzept für ein Identitätsmarketing für die Region Bad Wildungen-Edertal-Fritzlar“ hat das Team die Juroren überzeugt.
Kein leichter Sieg, denn in diesem Jahr hatten alle acht Lernagenturen gute Konzepte vorgelegt. Wie schwierig die Entscheidung für die Jury in diesem Jahr war, zeigt auch die Doppelbelegung des zweiten Platzes. Die glücklichen Zweiten sind das Team "Kopfsache", ebenfalls mit einem Konzept für die Region Mittleres Edertal, und das Team "Freiraum" mit einem Kommunikationskonzept für das Kasseler Familienberatungs-Zentrum. Den dritten Platz konnte sich das Team "six connected" sichern.
„Ich bin stolz auf die hervorragenden Leistungen, die in diesem Jahr von den Studierenden der AfAK in den Lernagenturen erbracht wurden“, so Akademieleiter Volker Baars nach der Bekanntgabe der Ergebnisse.



Bärennachwuchs im Wildpark Knüll
Homberg/Efze.
Spannend für große und kleine Besucher: Im Bärengehege ist jetzt der Nachwuchs zu sehen, der nun täglich aktiv ist. Die Mutter mit dem finnischen Namen "Onni" zeigt sich besorgt und achtet, dass niemand den drei Kleinen zu nahe kommt. Vorsichtshalber wurde der Vater "Balu" von ihnen getrennt. Ausgewachsene Bären sind manchmal unberechenbar und töten Jungtiere, jedenfalls in freier Wildbahn.



Jetzt ab Frühling besteht eine gewisse gute Chance, die drei Kleinen samt Mutter zu sehen. Aber sie ziehen sich zum Säugen und Ruhen immer wieder mal in die Bärenbox zurück, wo sie sich sicher fühlen können.
Bärenkinder werden mit einem Gewicht von ca. 300 bis 600 Gramm geboren und nehmen in den ersten Lebenswochen sehr schnell zu. So können sie am Ende des dritten Lebensmonats bis zu 15 kg wiegen.



Opel Subventionen
"Entdecke Opel", lautet die unendliche Geschichte um den Rüsselsheimer Autobauer. Was es da momentan zu sehen und hören gibt, fällt mehr in den Bereich des Unerfreulichen. Durch die Abwrackprämie, die den Absatz der Automobilhersteller stützen sollte, hat das Unternehmen schon mehr als genug profitiert. Aber den Chefs aus Detroit reicht das nicht, sie wollen mehr Geld von europäischen Steuerzahlern und überdies einige Tausend Stellen abbauen.

Da ist der Slogan "Entdecke die Möglichkeiten" von IKEA deutlich symphatischer. Denn die Schweden kommen ohne staatliche Zuschüsse aus. Gute Möglichkeiten haben sie allerdings im wörtlichen Sinne entdeckt und das Unternehmen vorausschauend als eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in den Niederlanden angemeldet und zahlen daher nur geringe Steuern.



Bahnhof Morschen
Das lange nicht mehr genutzte Gebäude des alten Bahnhofs Morschen ist ersteigert worden. Einziger Bieter ist die B. Braun Melsungen AG. Das Unternehmen hatte den Kauf risikiert, obwohl bei derartigen Versteigerungen vorher das Gebäude nicht von innen geprüft und angesehen werden darf. So auch in diesem Falle - ein risikoreiches Verfahren.

Die Nutzung ist bislang noch offen. Eventuell wird es ein Nebengebäude des geplanten Hotel- und Seminarzentrums. Auch ein Abriss käme in Betracht, falls wirtschaftliche Überlegungen dafür sprechen würden. Eine mögliche Sanierung dürfte sich auf einen Millionenbetrag belaufen.



Klinikum Kassel erweitert
Wieder ist ein neues Bauprojekt auf dem Gelände des Kasseler Klinikums an der Mönchebergstraße in Kassel entstanden. Von der Funktion und der Größe in der Region einmalig: die neue zentrale Notaufnahme. Auch ein Großteil des Diagnostikzentrums nimmt die Tätigkeit auf. Ein großer Schritt in die medizinische Zukunft des Versorgungsunternehmens. Aber nicht nur das, die Investitionssumme von ca. 117 Millionen Euro soll sich langfristig rechnen, durch kürzere Wege und rationelleres Arbeiten. Jetzt gibt es eine zentrale Anlaufstelle, sie erhöht den Komfort für die Patienten und soll die Behandlung erleichtern und die dafür notwendige Zeit verkürzen.

Von 7 bis 23 Uhr ist die Notfallaufnahme täglich mit sechs, danach mit 3 Ärzten besetzt.



Planung Solarpark
Guxhagen will Sonderbauflächen für Solaranlagen ausweisen, so verlautet aus dem Rathaus an der Fulda. Da zahlreiche Hauseigentümer bereits ihre verfügbaren Dachflächen mit dieser Technik ausgerüstet haben, will die Gemeinde reagieren. Sie plant daher, größere Flächen für derartige Anlagen freizugeben, um einem Investor die Möglichkeit zu geben, hier einen Solarpark zu errichten.